Besichtigung der Baustelle Bypass Thun Nord

Am letzten Dienstag, 09.06.2015 lud die FDP.Die Liberalen Steffisburg die interessierte Öffentlichkeit zu einer Baustellenbesichtigung des Bypasses Thun Nord ein. Die zahlreichen Besucher wurden durch den Gesamtverantwortlichen, Kreisoberingenieur Markus Wyss, und die Baustellenleiter Martin Singenberger von Emch+Berger AG und Adrian Pfister vom Ingenieurbüro Bührer+Dällenbach orientiert und über die Baustelle geführt.

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Präsident Konrad E. Moser begrüsst gutgelaunt die zahlreichen Besucher

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Viel Interessantes war vor Ort zu erfahren ...

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... zu sehen!

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... zu bestaunen!

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... und zu geniessen!

Als gegen Mitte Mai das erste Teilstück des Bypasses Thun Nord, die neue Verbindungsstrasse im Glockenthal, eröffnet und die Bernstrasse in diesem Abschnitt vom stadtauswärts fahrenden Verkehr entlastet wurde, um mehr Platz für die Bauarbeiten zu haben, spätestens da wurde einem bewusst, dass in der letzten Zeit bei einem der grössten Bauvorhaben des Kantons Bern einiges gelaufen sein muss.

 

Alle Teilnehmenden waren deshalb daran interessiert, von den Verantwortlichen zu vernehmen, ob alles im Rahmen von Zeitplan und Budget sei, wo sich allenfalls Probleme ergeben würden und worauf bei einer so grossen Baustelle besonders geachtet werden müsse.Markus Wyss orientierte umfassend über die Geschichte, die Zielsetzungen und die Erarbeitung des Konzeptes einer zusätzlichen Aarequerung im Raum Thun. Er hatte sich sehr bemüht, viele Betroffene und Interessierte in das Projekt einzubeziehen, ihre Meinungen einzuholen und nach Möglichkeiten zu suchen, deren Interessen und Anliegen zu berücksichtigen.

 

Nicht zuletzt deshalb überzeugt das Projekt heute durch seine Anlage, die attraktive Aarebrücke und die bemerkenswerte Kombination des motorisierten mit dem langsamen Verkehr - auch ein Fuss- und Veloweg wird künftig über die Aare führen. Das Projekt zeichnet sich aber auch durch die Berücksichtigung der Siedlungsgrenzen, die gute Zusammenarbeit mit den Landbesitzern und die Bewahrung des Grüngürtels zwischen Thun und Steffisburg aus; und in der Nachbarschaft des Bypasses ergeben sich Möglichkeiten neuer gewerblicher und industrieller Entwicklungen. Zu Recht ist Markus Wyss davon überzeugt, dass die Partizipation für das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor war.

 

Diese Aspekte des grossen Projektes wurden dann bei der Baustellenbesichtigung deutlich sichtbar. So finden die Kühe und Rinder neben dem Autobahnzubringer, mitten durch die Baustelle und unter Brücken hindurch ihren Weg vom Stall zur Wiese und zurück. Mit grosser Sorgfalt wurden bei den Bauarbeiten der Humus und die Schicht darunter so zur Seite gelegt und aufgeschichtet, dass sie die Bauarbeiten unbeschadet überstehen und wieder genutzt werden können. Und wer ist sich schon bewusst, dass im Rahmen eines solchen Strassenprojektes auch aufwendige Bauten für den Abfluss und die Reinigung des Strassenwassers errichtet werden müssen?

 

Wenn man an den Baustellen steht und Zeuge wird des dichten Verkehrs, der mitten durch sie führt, wird einem klar, wie gut die Bauarbeiten geplant werden mussten und wie anspruchsvoll das Bauen unter Verkehr ist. Zwar gibt die Homepage des Bypass-Projektes (bypassthunnord.ch) über viele Details Auskunft, doch ersetzen alle diese Informationen nicht den direkten Einblick in eine so komplexe Baustelle.


Dr. Josef Inauen